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Forum - Was heißt „adressatengerecht“ eigentlich konkret – und wie setze ich das um?
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| Quasselkasper (13 Posts bisher) |
Ich habe in letzter Zeit öfter das Feedback bekommen, dass meine Mails und Texte zwar „inhaltlich richtig“, aber trotzdem irgendwie schwer zugänglich sind. Gleichzeitig will ich nicht alles auf Baby-Sprache runterbrechen, nur damit es schneller gelesen wird. Ich merke gerade, dass mir ein klarer Maßstab fehlt, wie ich Informationen so formuliere, dass sie für mein Gegenüber wirklich passen. Wenn ich „adressatengerecht“ kommunizieren soll: Woran erkenne ich denn praktisch, ob mein Text wirklich auf die Empfänger*innen abgestimmt ist – und welche typischen Fehler mache ich dabei vielleicht gerade? | |||
| Ducky (13 Posts bisher) |
Für mich heißt adressatengerecht vor allem, dass ich nicht aus meiner Sender-Perspektive schreibe, sondern mir vorher kurz klar mache: Wer liest das, was weiß die Person schon, und was soll sie am Ende tun oder verstehen. Ein schneller Trick ist, dass ich meinen Text einmal laut lese und prüfe, ob ich ohne Vorwissen stolpere (bei Stolperstellen sind es oft Fachbegriffe, Abkürzungen oder zu lange Schachtelsätze). Ich würde mir außerdem angewöhnen, pro Nachricht nur ein Ziel zu haben (z.B. „Entscheidung treffen“ oder „Info geben&ldquo Wenn es um komplizierte Inhalte geht, hilft mir eine Mini-Struktur: erst eine Ein-Satz-Zusammenfassung, dann 2–3 Kernpunkte, und erst danach Details oder Ausnahmen. Und ich glaube, der wichtigste Teil ist Feedback: Ich frage aktiv nach, ob das so verständlich war, oder bitte eine Person aus der Zielgruppe, mir kurz zu sagen, was bei ihr angekommen ist. Als Einstieg fand ich die Erklärung hilfreich, was „adressatengerecht“ (auch adressatenadäquat) genau meint und wie stark die Empfängersicht dabei im Mittelpunkt steht – das ist hier ganz gut zusammengefasst: https://lexicanum.de/leben/wissenswert/was-versteht-man-unter-adressatengerecht/ Wenn du willst, kannst du das auch direkt testen, indem du einen deiner typischen Absätze nimmst und ihn in zwei Versionen schreibst: einmal für jemanden „vom Fach“ und einmal für jemanden, der das Thema zum ersten Mal sieht. Allein dieser Vergleich zeigt meistens sofort, wo ich unnötig kompliziert werde und wo ich Klarheit durch bessere Reihenfolge, einfachere Wörter oder ein konkretes Beispiel gewinnen kann. |
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